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Queer – Führt Conchita zu einer bunteren Welt?

Queer – Führt Conchita zu einer bunteren Welt?

Queer – Führt Conchita zu einer bunteren Welt?

Vor ungefähr einem Jahr gewann Conchita Wurst den Eurovision Songcontest. Wooooooh, Yeeeeeah, Wow! Ich habe mich sehr gefreut, da ich eine von denen bin, die bei solchen Dingen immer überpatriotisch wird. Die Tränen steigen auf und ich bekomme einen Knoten im Hals. Für mich hat ganz Österreich gewonnen. (Wie man sieht, waren wir alle sehr angetan :P)

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Doch dieser Sieg war viel mehr als eben nur das Gewinnen einen Wettbewerbes. Mit Conchita Wurst wurde ein Zeichen, ein Symbol gesetzt. Sie steht für mehr Akzeptanz, für das Wahr- und Annehmen von Andersartigkeit und dass man sich dafür nicht zu Schämen braucht. Hierfür ist es aber auch wirklich schon Zeit geworden. Wenn man einmal darüber nachdenkt, was der Mensch leistet und erschaffen hat. Die Computer werden immer kleiner und dünner, wir können ins All fliegen – irgendwann wird dies wahrscheinlich sogar in Pauschalreisepaketen günstig zu buchen sein – und sind durch das Internet an zehn Orten gleichzeitig. Die Welt rückt zusammen und wirkt durch diese Technologiesprünge immer kleiner. Doch obwohl alles „zusammenrückt“, tun es die Menschen nicht unbedingt.

Nicht jeder hat ein Herz für andere und Ausgrenzung ist heutzutage noch immer ein großes Problem … auch in Österreich. Die Migrationspolitik im Land funktioniert nicht so, wie man es sich wünschen würde. Integration und Akzeptanz sind Schlagwörter, die scheinbar nur schwer umzusetzen sind. Das Annehmen von Menschen mit unterschiedlicher sexueller Orientierung stößt ebenfalls an Grenzen. Noch immer haben Homosexuelle nicht die gleichen Rechte wie Heterosexuelle. Menschen sind wir alle, uns trennt nur das sexuelle Interesse. Österreich ist im Vergleich zu anderen Ländern in Bezug auf dieses Thema relativ offen. In Russland beispielsweise ist Homosexualität gesellschaftlich tabuisiert und stigmatisiert. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften werden vom Staat nicht anerkannt und positive Äußerungen über Homosexualität in Gegenwart von Minderjährigen oder über die Medien werden bestraft. Homosexuelle Handlungen sind zwar legal, doch im Hinblick auf die unzähligen Einschränkungen ist es fast ein Witz dies so zu nennen. Obwohl Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung in Österreich höchstwahrscheinlich kein schlechtes Leben haben, steht noch viel Arbeit an. Alleine die Prückel-Geschichte hat dies bestätigt.

Conchita Wurst als Aushängeschild für Akzeptanz und Menschenfreundlichkeit ist ja schön und gut, aber es wichtig, dass dieses Thema auch ohne den ESC und unsere „Queen of Austria“ präsent ist. Es soll von einem Tabuthema zu einem Anliegen werden, das besprochen und durch die Medien verbreitet wird. Besonders wichtig ist es, dass Conchi’s Leitideen auch umgesetzt werden. Mit dem diesjährigen – dank Conchita Wurst – „queeren“ Songcontest in Wien wird aber doch ein großer Schritt in die richtige Richtung gewagt und Österreich wird wieder ein bisschen bunter. Es wäre schön, wenn es so bleibt.

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