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10 Dinge, die ich in 24 Jahren gelernt habe.

10 Dinge, die ich in 24 Jahren gelernt habe.

10 Dinge, die ich in 24 Jahren gelernt habe.

Ich bin 24 Jahre alt. Das ist eine große Zahl. Fast ein viertel Jahrhundert. Wenn ich zurückblicke und daran denke wie ich mit frischen 18 Jahren war und wie ich jetzt bin, würde ich sagen, dass sich in meiner Denkweise einiges verändert hat.

Weise bin ich noch lange nicht, aber einige ausschlaggebende Erlebnisse haben mich geprägt. Auch wenn ich bisher mein Leben noch nicht ganz im Griff habe – aber seien wir mal ehrlich, wer hat das schon? – habe ich bisher viel erlebt und auch viel aus meinen Erlebnissen gelernt. Und da es sich mit Musik besser liest, gibt es hier auch gleich den passenden Soundtrack zu unserer jugendlichen Leichtsinnigkeit.

1. Auch wenn unsere Eltern in unserem Alter bereits verheiratet waren und Kinder hatten, ist es völlig in Ordnung, dass wir noch nicht soweit sind. Für uns, als Generation Praktikum, als Generation Beziehungsunfähig, ist es tatsächlich schwerer auf eigenen Beinen zu stehen und erwachsen zu werden. Im Vergleich zu damals sind unsere Einstiegsgehälter lächerlich klein und unsere Studentendarlehen schwindelerregend hoch. Das Phänomen „verzögertes Erwachsensein“ hat wahre Gründe. Hören wir also auf uns deswegen selbst fertig zu machen.

2. Wenn ihr – wie ich – „irgendwas mit Medien studiert“, unbezahlte Praktika macht und eure Eltern eure Existenz nicht finanzieren, dann seid ihr aller Wahrscheinlichkeit nach total pleite (let’s be honest). Zu wissen was es heißt „den Gürtel enger zu schnallen“, mal nicht Party machen zu gehen, ängstlich von Promojob zu Promojob zu leben, lehrt uns verantwortungsbewusst mit Geld umzugehen. So wird es umso schöner, wenn wir dann mal „wirklich“ Geld verdienen.

3. „Lebe deinen Traum“ und all diese blödsinnigen Sprüche, kennen wir noch von Fernsehsendungen wie Popstars, doch sobald wir in die gemeine, angsteinflößende Erwachsenenwelt treten, realisieren wir, dass wir nicht mehr nur von Luft und Liebe leben können. Wir brauchen Geld, um unsere Existenz zu sichern während wir versuchen unsere Träume zu verwirklichen.

4. Nach jedem gebrochenen Herzen glauben wir nie wieder lieben zu können. Schwachsinn. Trennungen sind schmerzhaft, aber – und für diesen dummen Spruch hasse ich mich jetzt schon – Zeit heilt wirklich alle Wunden. Ihr werdet die Person nie vergessen – und das sollt ihr auch nicht – aber euer Leben geht weiter. Ihr werdet jemand neues kennenlernen.

5. Wenn wir schon dabei sind: Ihr müsst nicht mit eurem Ex befreundet sein. Ihr müsst es nicht einmal versuchen. Warum sich das Leben schwerer machen als es ohnehin schon ist. Es ist schwer und schmerzhaft und meistens funktioniert es sowieso nicht. Erspart euch also unnötigen Herzschmerz. (PS: Glückwunsch an alle, die es geschafft haben!)

6. Je älter ihr werdet, desto weniger Freunde habt ihr. Taylor Swift und ihr Gefolge gibt es nicht im echten Leben. Mit der Zeit erkennt man, wer die wahren Freunde sind und der Freundeskreis schrumpft. Man entwickelt sich in unterschiedlichen Richtungen und das ist auch okay so. Die Freundschaften, die ihr aber noch habt solltet ihr genauso pflegen wie eine Beziehung. Meine beste Freundin wohnt in einem anderen Land und wir versuchen uns so oft es geht gegenseitig zu besuchen, weil wir wissen, dass unsere Freundschaft ewig halten wird. (saaaaa so viel Liebe <3)

7. Geliebte Menschen sterben. Es ist unfair. Es tut weh. Das Leben wird nie wieder so sein, wie es einmal war. Man wird die Person nie vergessen, die Trauer wird nie verschwinden. Allerdings wird es mit der Zeit einfacher mit ihr umzugehen. Das einzige was man tun kann, ist dankbar für die Zeit und die Erinnerungen zu sein, die man gemeinsam hatte.

8. Als pubertierende Nervensäge erkennt man das noch nicht, aber: Familie ist alles! Als Erwachsener kann man mit seinen Tanten und Onkeln sogar ernsthafte Gespräche führen. Man glaube es kaum, aber sie sind wirklich coole Leute. Außerdem: Eltern haben in 98% der Fälle Recht. Sie wollen nur das Beste für uns. Schreibt euch das dick und fett hinter die Ohren!

9. Nur ihr wisst was für euch am besten ist. Lasst euch nicht von anderen beirren oder beeinflussen. Sie leben nicht euer Leben, sie zahlen nicht eure Miete, also haben sie auch nicht das Recht über euch zu urteilen. Ihr seid die Hauptakteure in eurem Leben. In dem Sinne: Erkennt was euch glücklich macht und tut es. Wenn ihr nicht glücklich seid mit eurem Leben, dann ändert es. Ihr habt (wahrscheinlich) noch keine Familie, die finanziell von euch abhängig ist. Das einzige was euch also an eurem Wohlergehen hindert sind eure eigenen Hemmungen und die Angst vor Versagen.

10. Nun zu den wichtigen Dingen: Investiert in Basic-Teile. Eine neue Garderobe kostet Zeit, Geld und Nerven. Kauft euch also Kleidungsstücke, die ihr vielseitig einsetzen könnt. Wenn ich meinen eigenen Stil beschreiben müsste, würde ich sagen elegant, klassisch und ein bisschen verspielt. Wie Alexa Chung – meine persönliche Modegöttin – inspiriere ich mich vor allem an der Pariser Mode. Allerdings habe ich Jahre gebraucht, um meinen eigenen Stil zu finden. In der Schulzeit war ich zwar experimentierfreudig, habe mich aber nicht getraut, mit meinen Kreationen in die Schule zu gehen. Jetzt ist mir so ziemlich alles egal und ich trage das, was ich will, wann ich will, wo ich will. Das wichtigste Kriterium für mich ist, dass ich mich wohl fühle. Aber Mädchen- und märchenhaft mag ich es trotzdem noch…

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© Philipp Lipiarski | www.goodlifecrew.at

 

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