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Quer durch London in 48 Stunden

Quer durch London in 48 Stunden

Ich war im Januar für genau 48 Stunden in London. Da es bereits mein fünfter Besuch in der Millionenmetropole war, fand ich die begrenzte Zeit nicht gerade schlimm. London bedeutet für mich nämlich immer Stress pur.

Ich würde sagen, dass ich ein Großstadtkind bin, aber London ist für mich ein anderes Kaliber. Dort habe ich immer das Gefühl ständig gestresst zu sein, nie zur Ruhe zu kommen und entwickle eine panische Angst etwas zu verpassen, das ich sonst nie habe. Doch dieses Mal, wollte ich alles entspannter angehen. Schließlich war ich nur dort, weil ich meinem Freund ein Konzertticket zu seinem All-time-Favorite Sänger Ben Howard zu Weihnachten geschenkt hatte und das einzige Konzert, das noch nicht restlos ausverkauft war, war das fünfte in London und somit letzte der gesamten Tour.

Geschlafen haben wir bei einer sehr guten Freundin von mir, die derzeit dort lebt und studiert und haben so zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen: Freunde besucht, dadurch keine zu langen Fahrtwege in Kauf genommen (dass alles knapp 40-50 Min voneinander entfernt ist, solltet ihr in London IMMER bedenken) und Geld bei der Unterkunft gespart!

 

  • Spaziergang Chinatow
  • Dumpling’s Legend

FREITAG

Wir kamen Freitag gegen 18 Uhr (GMT) an und brauchten über zwei Stunden bis wir bei meiner Freundin in der Wohnung waren. Dort machten wir uns kurz frisch und gingen dann gleich weiter nach Chinatown, wo wir im Dumping’s Legend wirklich leckere und für London-Verhältnisse günstige Dim Sum und Gyoza aßen. Danach ging es noch auf einen Cocktail und ich wunderte mich über all diese jungen Frauen, die bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ohne Strumpfhose und mit Sandalen herumspazierten. Warum?

  • Brunch Daisy Green Food Marble Arch
  • Spaziergang von Marble Arch, Hyde Park, Buckingham Palace, St. Jame’s Park, Westminster Abbey, Big Ben, London Eye
  • Brick Lane: Vintage Shopping (Rokit, Atika, The Vintage Market), Dark Sugars Chocolate Shop
  • Poppies Fish & Chips
  • Spitalfield’s Market
  • Academy Brixton Concert Hall: Ben Howard

SAMSTAG

Am Samstag schliefen wir aus (bei uns heißt das bis 9:30 Uhr) und machten uns dann langsam fertig für unsere Reise ins Stadtzentrum. Wie oben schon erwähnt, wussten wir, dass wir aufgrund der Riesenentfernungen in London, nicht mehr vor dem Konzert am Abend Heim kommen würden und nahmen daher, alles mit, was wir für den ganzen Tag brauchten.

Wir gingen Brunchen ins Daisy Green Food bei Marble Arch. Ich hatte die Shakshuka und mein Freund The Bondi Breakfast. Leider war mein Shakshuka so scharf, dass ich es nicht essen konnte, also tauschten wir miteinander. Merkt euch: Essen ist super lecker, die Shakshuka aber viel zu scharf!

Anschließend machten wir ein Sightseeingspaziergang von Marble Arch über Hyde Park, Buckingham Palace, St. Jame’s Park bis hin zu Westminster Abbey, Big Ben und London Eye. Der Big Ben wird leider noch immer umgebaut, daher sieht man ihn nicht. Ihr solltet das bei eurem eigenen Besuch berücksichtigen.

Da wir langsam müde waren, fuhren wir mit der Underground nach Brick Lane und stöberten uns durch zahlreiche Vintage Shops. Ich wurde auch sehr fündig. So nahm ich einen karierten „Schuluniform“-Rock, eine Mom-Jeans und einen Ski-Jumpsuit mit. Mein Freund fand eine Windjacke für den Frühling.

Wir gönnten uns noch Schokolade im Dark Sugars Shop, wo man Schoki pro Kg zahlt und dann ging es zum Abendessen ganz traditionell Fish & Chips essen ins Poppies zwischen Brick Lane und Spitalfield’s Market. Ich muss ehrlich sagen, dass ich es dort etwas teuer fand, lecker war es trotzdem!

Um 19 Uhr war Einlass zum Konzert also versuchten wir ein bisschen vorher da zu sein. Das Konzert selbst war eine sagenhaft schöne Erfahrung. Ich mochte Ben Howard sehr, aber durch meinen Freund habe ich seine Musik lieben gelernt. Ex:Re – die Leadsängerin von Daughter – war der Support und sie legte ebenfalls eine rührende Show hin.

  • 39 Steps Coffee (Statt The Breakfast Club)
  • Spaziergang durch Soho (Statt Notting Hill)
  • National Gallery

SONNTAG

Nach dem super langen und anstrengenden Vortag, wollten wir nur ausschlafen und uns ausruhen. Also blieben wir bis ca. 11 Uhr im Bett und machten uns dann mit Koffern und allem drum und dran gegen 12 Uhr auf den Weg ins Zentrum. Wir wollten im „The Breakfast Club“ in Soho brunchen, weil uns das von so vielen empfohlen wurde, aber nachdem wir die gefühlt zehn Kilometer lange Warteschlange vor dem Lokal sahen, gingen wir stattdessen in das „39 Steps Coffee“ daneben. Wir haben lange gerätselt warum es 39 Steps heißt. Vielleicht sind es genau 39 Schritte vom „The Breakfast Club“ bis zu dem Lokal. Haha! Nach unserem leckeren Frühstück schlenderten wir noch durch Soho, Piccadilly Circus und gingen dann in die National Gallery. Nach einer kurzen Tour durch das Museum, gaben wir unsere letzten Pounds für einen Kaffee an der Bar aus und machten uns dann schon um 16 Uhr auf dem Weg zum Flughafen. Vom Zentrum dorthin braucht man leider fast zwei Stunden. Eigentlich wären wir nach dem Frühstück gerne nach Notting Hill gefahren und von dort aus zum Flughafen. Leider war die Zeit dafür aber viel zu knapp, da wir für den Flughafenbus nochmal ins Zentrum hätten fahren müssen.

Allgemeine Tipps für London

Entfernungen beachten Viele Dinge sind unglaublich weit voneinander entfernt. Plant also genügend Zeit ein und überfüllt nicht euren Tag. Das macht London zu einer stressigen Erfahrung.
Spontaneität eher schwierig Bei Städtetrips bin ich eher jemand der Dinge so nimmt, wie sie kommen und nicht großartig vorher plant. Vor allem nicht, wenn man Datenvolumen im Ausland zur Verfügung hat und schnell googeln kann. In London finde spontan sein, einfach zu schwierig, aus dem simplen Grund, dass man nur kurz da ist und alles so weit voneinander entfernt ist. Plant man nicht ein bisschen was vor, ist man schnell verloren oder verliert viel zu viel Zeit beim hin- und herfahren.
London ist sauteuer Das wisst ihr vermutlich selbst, aber ich sage es lieber nochmal. London ist sehr teuer! Wenn ihr also nicht viel ausgeben, aber trotzdem hin und wieder euch leckeres Essen gönnen wollt, solltet ihr planen.
Oyster Card Um die Öffis werdet ihr in London nicht drumherum kommen. Man kann beim besten Willen nicht alles zu Fuß gehen, ohne Abends tot zusammenzusacken. Die beste Lösung ist, sich eine Oyster Card zu kaufen und bei Bedarf aufzufüllen. Am Ende des Trips könnt ihr sie an einer Maschine wieder zurückgeben und das Geld, das noch auf der Karte drauf ist sowie der Pfand der Karte wird euch zurückerstattet.

 

 

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2 Comments

  • 3 Monaten ago

    London Liebe. <3

  • 3 Monaten ago

    Cooler Bericht, sensationelle Fotos, und gute Tipps. Aber bei einem muss ich widersprechen, London bietet soviele gemütliche Fleckerl wo man stressfrei die Seele baumen lassen kann, ich find gerade das macht die Stadt so genial 😀

    Liebe Grüße
    Martin