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3 Jahre vegan | Was hat sich verändert?

3 Jahre vegan | Was hat sich verändert?

Drei Jahre verzichte ich nun schon großteils auf tierische Produkte in meiner Ernährung. Wieso ich wahrscheinlich nie zu 100% vegan leben werde, welche Veränderungen sich dadurch ergeben haben und welche Herausforderungen mir dabei den Weg gekreuzt haben:

Wie alles begann

Vegan zu sein bedeutet für mich nicht nur, auf tierische Produkte in meiner Ernährung zu verzichten sondern auch, sich mit einer bewussteren, nachhaltigeren Lebensweise auseinanderzusetzen und die Augen für viele, reelle Probleme unserer modernen Welt zu öffnen. Für mich begann mit einer kleinen Bewegung, einem Ruck, der das eigene Leben ein wenig erschüttert und zog sich dann in immer größer werdenden Kreisen durch meine Einstellung gegenüber … eigentlich allem. Meine Konsumgewohnheiten, meine Lebensweise und schlussendlich auch meine Ernährung wurden hinterfragt und unter die Lupe genommen, bis mein Entschluss von heute auf morgen feststand – vegan ist für mich die einfachste und logischste Schlussfolgerung, um mein Leben so zu gestalten, wie ich es gerne leben möchte. Was sich dabei in den letzten Jahren verändert hat, wie der Anfang – mit einer „von 0 auf 100“ Umstellung – für mich war und welche Erfahrungen ich gemacht und Veränderungen ich durchlebt habe?

Einige.

Drei Jahre vegan

Was hat sich verändert?

Die größten Veränderungen

Begonnen hat eigentlich alles mit einer Dokumentation: Cowspiracy. Sie zeigte meinem Ich aus 2016, dass mein Leben gar nicht so nachhaltig war, wie ich es mir eingeredet hatte. Tierische Lebensmittel sind in ihrer Produktion nicht nur extrem ressourcenintensiv, moralisch und gesundheitlich fragwürdig sondern auch mit einem sehr hohen CO2 Ausstoß verbunden, was ich bisher einfach noch nicht wusste. Von da an war für mich klar, dass ich etwas verändern wollte und ich beschloss – quasi von heute auf morgen – meine Ernährung von einer „normalen“ auf eine vegetarisch/vegane umzustellen. Es folgte ein Jahr voller „Aha-Momente“, eine sehr hungrige Reise nach Japan und viele kleine Siege sowie Niederlagen, bis ich den Teil der „vegetarischen“ Ernährung auch aus meinem Repertoire streichen konnte.

Die größte Veränderung ist rückblickend jedoch nicht nur mein Entschluss zur Umstellung sondern die gesamte Entwicklung betreffend Essen. Durch diesen großen Schritt war ich gezwungen mich mehr mit meinen Gewohnheiten auseinanderzusetzen und „comfy meals“ wurden durch vegane Experimente ersetzt. In den letzen drei Jahren habe ich gelernt zu kochen (mit und ohne Rezept), habe viel experimentiert und gelernt Dinge zu essen, vor denen ich noch vor nicht allzu langer Zeit die Nase gerümpft hätte. Es war, rückblickend betrachtet, die wohl gesündeste Entscheidung meines Lebens. Und so, wie die kleinen Wellen der Veränderung mein Leben in alle Ecken und Enden beeinflusst haben, so haben sie auch Einzug in das meiner FreundInnen und meiner Familie gefunden. Meine Eltern essen heute zu einem Großteil ebenso vegan/vegetarisch, was mich sehr sehr glücklich und auch ein wenig stolz macht.

Jetzt mal ehrlich: Was vermisst du?

Die Antwort der meisten Vegetarier, wieso sie nie vegan sein könnten? Käse. Ich habe das Glück, nie der größte Fan der milchigen Spezialität gewesen zu sein und habe mir so nie wirklich schwer getan, sie aus meinem Speiseplan zu streichen. Ebenso verhält es sich mit Fleisch, was ich eigentlich nie vermisse oder durch Ersatzprodukte ersetze – es fehlt mir einfach nicht. Meine „guilty pleasures“ sind bis heute jedoch immer noch Süßspeisen aller Art, bei denen ich ab und zu auch noch einen Bissen nehme, wenn ich möchte. Ich bin (finde ich) immer noch vegan, auch, wenn ich einmal ein Stück von Omas Kuchen essen – und diese Realisation hat mich lange und viel beschäftigt, doch ich habe nun einen gesunden und ausgeglichenen Weg für mich gefunden. Eingekauft wird vegan und geschummelt darf auch ab und zu werden. Das ist gesund und hilft mir, sonst konsequent zu bleiben.

Herausforderung vegan: Reisen

Meine größte Herausforderung sind weder Käse noch Milch oder sonstige tierische Produkte sondern das Essen auf Reisen. Vor allem in Japan war ich noch „frisch“ vegan und einfach heillos überfordert. Wenig Planung, eine schweige Umgebung – sogar für Vegetarier – und ein Reisebegleiter, der einfach nur genoss, machten mir die Reise zu einer Herausforderung. Doch mittlerweile habe ich es geschafft, auch auf Reisen meinen Rhythmus zu finden und es wurde mit jeder Reise und Erfahrung einfacher und einfacher, mich auch unterwegs vegan zu ernähren.

3 Jahre vegan – Mein Resumeé


Und das ist wohl das Leben – ein stetiger Fluss aus Veränderung.
 Rückblickend kann ich sagen, dass das, was mit einem kleinen Anstoß auf klarer Oberfläche begonnen hat, sich in alle Bereiche meines Lebens wiedergefunden hat und immer noch in Wellen verläuft. Mal freut es mich mehr und mal weniger, mal macht es mehr Spaß, mal ist es mehr Herausforderung – aber es ist immer noch eine der besten und gesündesten Entscheidungen meines Leben. Ich bereue es keine Sekunde, den kleinen Stein in den See meines Bewusstseins geworfen zu haben, denn dadurch durfte ich unschätzbares Wissen in Sachen Ernährung, Kochen und Lebensmittel anhäufen, das mein Leben von Grund auf Verändert hat.

Und das ist wohl das Leben – ein stetiger Fluss aus Veränderung.

Auf drei weitere, spannende Jahre!

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